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10.03.2009 Kategorie Ernaehrung - Chris
Wasser als Wachstums-Faktor
Wasser ist einer der wichtigsten und elementarsten Bausteine für Bodybuilder, aber auch einer der mit den meisten Mythen. Während Evian und andere Wasserhersteller es geschafft haben für ganz normales Wasser aus französischen Bergen, mehrere Euro pro Liter umzusetzen und Apotheken nicht müde werden 2-3 Liter Wasser pro Mensch und pro Tag zu predigen, scheinen beide Entwicklungen Bodybuildern nicht mehr Klarheit über ihren Wasserhaushalt zu geben. Wir haben daher im Folgenden die größten Mythen über Wasser und die dahinter steckenden Wahrheiten zusammengetragen:
Mythos: Durst bedeutet Wassermangel
Die Realität ist, dass Durst ein ausgezeichnetes Mittel ist, um frühzeitig an ausreichendes Trinken erinnert zu werden. Außerdem ist Durst genauso wie Hunger eine Gewöhnungssache und wer 5 Liter am Tag trinkt, wird sich mit 4 Litern durstig fühlen und ein "Trinker" mit 1,5 Litern mit 1 Liter, aber nicht mit 2 Litern. Durst ist ein ausgezeichnetes Frühwarninstrument, aber kein Zeichen, dass es zu spät ist.
Mythos: Klarer Urin bedeutet ausreichende Wasserzufuhr
Ein klarer Urin als Zeichen eines perfekten Wasserhaushalts ist zwar ein interessantes Kriterium aber nur bei exakt gleicher Nahrung und exakt gleichem Gesundheitszustand (+ Nahrungsergänzungs-Plan), aber bereits kleinste Abweichungen dieser Parameter machen das Kriterium hinfällig. Große Mengen Vitamin B machen den Urin z.B. wunderbar hell, obwohl unter Umständen viel zu wenig getrunken wurde. Daher Vorsicht mit diesem Kriterium.
Mythos: Koffein dehydriert
Realität ist, dass Koffein (Kaffee, Tee, Cola, Red Bull, ...) zwar für Menschen, die nicht an Koffein gewöhnt sind, dehydrierend wirken kann, aber Gewohnheits-Kaffeetrinkern nichts ausmacht und bei diesen nicht mehr diese Wirkung entfaltet. Daher können Kaffeetrinker oder Cola-Junkies durchaus die koffeinhaltigen Getränke zu ihrer täglichen Flüssigkeitsaufnahme hinzurechnen.
Mythos: Zu viel Wasser ist schädlich
Realität ist, dass alles, was "zu viel" konsumiert wird, schädlich ist. Ganz nach Paracelsus: "Die Menge macht das Gift (Dosis facit venenum)." Das bedeutet zumindest, dass an diesem Mythos etwas Wahres dran ist, denn zu viel Trinken erhöht die Menge an Blutplasma und senkt damit den Salzgehalt im Körper, was wiederum im "worst case" zu "Hypernatriämie", einer so genannten Elektrolytstörung führen kann. Das wiederum führt im schlimmsten Fall zu Erbrechen, Verwirrung, Schwäche, Lethargie und unter Umständen sogar zum Tod.
Zu wenig Trinken führt allerdings zu einem höheren Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken.
Wieviel trinkt also der "gewissenhafte" Bodybuilder?
Erster Teil der Antwort: Viel, aber sicherlich nicht so viel, dass es zu einer Elektrolytstörung kommen kann. Das beste Orientierungsmaß, das ich finden konnte stammt von Andreas Frey und sieht einen Liter Wasser pro 20kg Körpergewicht pro Tag vor. Also ein 100kg Bodybuilder müsste 5 Liter Wasser trinken. Finde ich viel, aber mit 4-5 Litern sollte man schon in die richtige Richtung kommen.
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